Wissenschaft und Politik bildeten schon Jahrhunderte eine Einheit, die aber auch immer wieder zu Konflikten führte. Denn oft genug lehnten sich Wissenschaftler gegen das auf, was die Politik entschied. Oft genug waren die politisch Mächtigen der Welt aber auch die Förderer der Wissenschaft.
Wissenschaft und Politik also - ein Paar schon in der Antike. Damals waren viele Philosophen sowohl Politiker als auch Wissenschaftler. Ein prägnantes Beispiel ist Perikles, ein anderes Seneca.
Später waren es die Politiker eher, welche die Wissenschaftler protegierten. So zum Beispiel Entdecker wie Christoph Columbus oder Künstler und Wissenschaftler wie Da Vinci. Dass das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Politik auch verhängnisvoll sein kann, das wurde schon während der Französischen Revolution deutlich, als der Arzt Gulloitin einen humanen Tötungsapperat für die vielen zum Tode Verurteilten schaffen sollte - im Auftrag der französischen Regierung.
Noch intensiver wurde das Zusammenspiel von Wissenschaft und Politik im 20. Jahrhundert, namentlich im Nationalsozialismus. Politiker hatten zwar immer Wissenschaftler an ihrer Seite, doch so ausgeklügelt wie bei Hitler wurde Wissenschaft nie zuvor in einen Krieg mit eingebaut. Denn zahlreiche der großen Wissenschaftler der Zeit, beispielsweise Heisenberg oder Wernher von Braun, arbeiteten bewusst in der Rüstungsindustrie mit oder forschten an Gebieten, welche auch den Bau von Waffen fördern konnten, über welche der Gegner nicht verfügte.
Auch die Atombombe der Amerikaner entstand durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik. Es war damals ja geradezu ein Wettkampf entstanden, wer dieses todbringende Instrument als erster haben würde - Deutschland oder die Vereinigten Staaten.
Und noch heute sieht es nicht viel anders aus. Nicht umsonst ist die ganze politische Welt besorgt über wissenschaftliche Programme des Irak, Iran oder Nord-Korea. Was können die Wissenschaftler für diese Politiker wirklich schaffen?
Auch im Westen sind deshalb politische Berater aus der Wissenschaft notwendig, welche die Landesherren immer auf dem aktuellsten Stand halten. Neben Ministern, welche über ein wissenschaftliches Studium verfügen, werden oft auch besonders ausgezeichnete Wissenschaftler in den Beraterstab der Politik aufgenommen. Besonders ist dies in den USA der Fall. Doch überall sind Politiker über den fachkundischen Rat von Wissenschaftlern froh - auch wenn er ihre Aufgaben manchmal schwieriger werden lässt.
Wissenschaft und Politik ist einfach nicht zu trennen. Selbst die Politik wird als Wissenschaft bezeichnet. Politik ist ein derart umfangreiches Thema, dass man es in Untergruppen gliedern muss. Politik ist ein Geflecht aus vielen unterschiedlichen Themen. Die Politikwissenschaften sollen das ganze Geflecht ein wenig entwirren. Politik in Verbindung mit Wirtschaft macht es nötig Menschen aus der Wirtschaft direkt einzubeziehen, das erleichtert es Verbindungen und Verständnis herzustellen. Das gilt allerdings auch für andere Themengebiete in der Politik.
Wissenschaft kann die Politik allerdings auch vereinen. Um die hohen Kosten der Wissenschaftlichen Studien zu teilen, schließen sich manchmal unterschiedlichen Staaten zusammen, siehe die Forschung von CERN. Die Wissenschaft ist auch für politische Studien wichtig. Die Politik kann Studien kaufen um z. B. Wahlprognosen auf wissenschaftlicher Basis zu erstellen. Es gibt verschiedene Unternehmen, die sich auf Meinungsumfragen und andere Studien an den Bürgern spezialisieren. Diese Studien werden wissenschaftlichen und politischen Zwecken zur Verfügung gestellt. Für die Politik ist die Wissenschaft unentbehrlich. Aber auch andersrum könnte man so sagen. Ohne spezielle Genemigungen, siehe Stammzellenforschung, wäre diese gar nicht möglich.